Joel Lachat

Mein Studium am IKF

Interview vom April 2019

Joel Lachat, Change Manager bei der Heimatt Gruppe, besuchte den CAS Organisationsentwicklung & Change Leadership und studiert derzeit im CAS Agile Strategien & Digital Business Development am IKF. 

IKF: Was ist Ihr beruflicher und ausbildungstechnischer Hintergrund? Wo arbeiten Sie?

Joel Lachat: Neben meinem BWL-Studium an der HFW Luzern habe ich im Team Administration und Finanzen in der Rodtegg - Stiftung für Menschen mit körperlicher Behinderung gearbeitet. Die Arbeit in der Rodtegg gab mir die ersten Einblicke ins Finanzwesen, das BWL-Studium verschaffte mir die Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Disziplinen der Führung einer Unternehmung. Aufgrund meiner polychronen Denkweise habe ich mir währenddessen mein Berufsziel folgendermassen gesetzt: Ich möchte die Schnittstelle zwischen verschiedenen Disziplinen sein. Ein Mix aus ICT, Finanzen, Marketing & Kommunikation und Qualitätsmanagement. Damit ich mich auf dem Arbeitsmarkt optimal aufstellen kann, habe ich mich für eine Vertiefung im Bereich Finanzen entschieden.

Nach dem Studium habe ich dann die Stelle gewechselt und arbeitete bei der ILF Consulting Engineers. Diese Stelle gab mir Erfahrungen im Bereich Finanz-/Betriebsbuchhaltung und Controlling. Als Teil des Group-Controllings kam ich in Kontakt mit Menschen und Kulturen aus der ganzen Welt. Dies war eine äusserst bereichernde Zeit. Im November 2016 begann ich meine Arbeit in der Heimatt Gruppe, für welche ich bis heute arbeite. Die Heimatt Gruppe besteht aus sechs Unternehmen, die sich zu einem Kompetenzcenter von Finanzdienstleistern im Raum Deutschschweiz zusammengeschlossen haben. Dank der im BWL-Studium erlangten Fähigkeit zur Verknüpfung verschiedener Disziplinen arbeite ich in der Heimatt Gruppe nur noch auf interdisziplinären Projekten hin in Richtung Digitalisierung. So verstehe ich mich heute als kleines Innovationlab. Meine grösste Passion gilt momentan einem Kollaborationsprojekt. Mittels verschiedenen Werkzeugen sollen Grundlagen geschaffen werden, damit die Unternehmenskultur gestärkt wird und weitere Schritte in Richtung Digitalisierung gemacht werden können.

IKF: Wieso haben Sie sich für ein Studium am IKF entschieden?

Joel Lachat: Damit ich die Heimatt Gruppe auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten kann, habe ich im Sommer 2018 gemerkt, dass es mit reinen Prozessoptimierungen nicht gemacht ist. Der schwierigste Teil ist es alle betroffenen Personen abzuholen und ihnen die Änderungen zu verkaufen. Während der Arbeit in der Rodtegg und bei der ILF habe ich gelernt auf einzelne Menschen einzugehen und mit ihnen etwas zu erarbeiten. Mir fehlten aber die Werkzeuge und Methoden, dies auf der Organisationsebene zu machen. Ich habe mich dann auf die Suche nach einer Weiterbildung im Bereich Change Management gemacht. Irgendwann bin ich dann auf den CAS Organisationsentwicklung & Change Leadership am IKF gestossen. Dieser beinhaltete die Themenbereiche, die ich als wichtig für meine tägliche Arbeit erachtete.

IKF: Wie können Sie das Wissen und die Kompetenzen, die Sie am IKF im Rahmen dieses Studiums entwickelt haben, für sich nutzen?

Joel Lachat: Ich war auf der Suche nach einer Change Management Weiterbildung, gefunden habe ich Methoden zum Change Leadership. Nicht Push-, sondern Pullfaktoren sind für eine nachhaltige Organisationsentwicklung hilfreich. Dank dieser eher banalen Erkenntnis habe ich die Geduld mit einer Organisation gelernt und kann heute gezieltere Inputs machen. So haben meine Inputs auch die grössere Wirkung. Kurz gesagt: Ich habe gelernt eine Unternehmenskultur, eine Organisation bewusster zu stimulieren.

IKF: Hat sich Ihre berufliche Laufbahn durch Ihr Studium am IKF verändert? Was hat Ihnen das Studium am IKF bis jetzt gebracht?

Joel Lachat: Mein Job verändert sich zurzeit im Halbjahresrhythmus. Wie viel das IKF dazu beiträgt lässt sich schwer abschätzen. Was die Dozenten am IKF bei mir bewirkt haben sind neue Denkmuster, neue Denkverknüpfungen, die durch die gelernten Methoden meine Arbeitsweise und meine Innovationsideen beflügeln. Die neuen Denkmuster haben auch dazu beigetragen, dass ich systemische Zusammenhänge einer Organisation besser erkennen kann und dadurch meine Resilienz stärken konnte.

 IKF: Wie wollen Sie das Studium zukünftig einsetzen?

Joel Lachat: Ich möchte mich in meiner Persönlichkeit weiterentwickeln. Die Dozierenden des IKFs haben mir Inputs gegeben, die mich diesbezüglich weitergebracht haben. Eine weitere Erkenntnis, die ich während dem Studium am IKF hatte: Erkenntnisse über eine Organisation oder ein System sind nicht viel Wert, wenn man sie nicht zur richtigen Zeit, adressatengerecht, an die richtige Person kommunizieren kann. Mein nächstes Projekt wird deshalb höchst wahrscheinlich eine Weiterbildung im Kommunikativen sein. Als interessantes Werkzeugset erachte ich zum Beispiel die Transaktionsanalyse, in welche ich mich gerne vertiefen möchte.

IKF: Was hat Ihnen am Studium am IKF besonders gefallen?

Nebst den oben genannten Sachen habe ich den branchen- und altersübergreifenden Austausch mit den Mitstudent/-innen sehr geschätzt. Durch sie habe ich viele weitere Perspektiven kennengelernt, die enorm bereichernd wirken.

IKF: Wem würden Sie dieses Studium empfehlen?

Menschen, die gerne reflektieren und in einem interdisziplinären und komplexen Umfeld tätig sind.

Herzlichen Dank für Ihre Antworten, lieber Herr Lachat!

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